Home [sw]eat Home [Ein Selbstversuch]

Samstag, Oktober 31, 2015



Der Winter steht vor der Tür, die Tage sind längst länger und kälter geworden. Da ist es umso schöner sich öfter mal mit Freunden zum gemeinsamen Kochen zu verabreden. Viel zu oft haben wir alle viel zu viel um die Ohren und vergessen das wirklich wichtige im Leben. Quality time - in Form von Zeit mit seinen Freunden, der Familie und gutem Essen. Das ist doch der wahre Luxus des Lebens. Geht mir jedenfalls immer so. Wenn wir dann alle so zusammen sitzen, quatschen und lachen, dann bin ich oft besonders glücklich und dankbar.

Trifft man sich, dann geht man meistens etwas Essen - um den Aufwand für jeden möglichst gering zu halten oder man bestellt etwas. Alles schön und gut, allerdings esse ich am liebsten daheim (das war lange Zeit nicht so - ein Hoch auf unsere schöne Küche!) bzw. koche ich sehr gerne selbst.
Doch wenn man nicht gerade ein Rezept zur Hand hat, vergeht meistens viel Zeit bis man eins gefunden hat oder erst einmal überhaupt weiß, was jeder denn isst oder eben nicht. 
So, hat man es dann bis zum Rezept geschafft, muss der ganze Kram natürlich auch noch eingekauft werden - wenn man Pech hat, sogar in mehreren Läden. Nerv.

Und genau dafür gibt es jetzt etwas Neues - HOME EAT HOME. Ein (wie ich finde) wundervolles, neues und innovatives Berliner Start-up. [Jetzt verstehen alle aufmerksamen Leser auch, warum ich in der Überschrift von sweat (also schwitzen) und nicht von sweet gesprochen geschrieben habe :-)]

[Für die neuen Leser unter euch: Ab und an teste ich hier auf meinem Blog neue und interessante Start-ups, meist handelt es sich dabei um etwas mit Essen. Berlin als Start-up Hochburg lädt ja quasi ständig dazu ein, wieder etwas neues auszuprobieren und es damit auch zu supporten.]

Home eat home - Wer oder was ist das? Einige von euch kennen sicher schon die diversen Abo-Kochboxen, die es derzeit am Markt gibt und das Leben einfacher machen sollen. Dabei bekommt man regelmäßig Boxen zugeschickt, die alle Zutaten für ein oder mehrere Gerichte beinhalten. So spart man sich erstens die Suche nach dem passendem Rezept und zweitens den Einkauf dafür. Das ist für viele sehr reizvoll, denn man bekommt portionierte Zutaten und muss außerdem nicht in mehrere Geschäfte (oder überhaupt in einen Supermarkt), um alles zubekommen.

Was macht HOME EAT HOME nun anders? Hier kann man wöchentlich aus 3 Gerichten wählen - mit dabei auch immer ein vegetarisches Gericht. Per App oder am PC wählt man erst das Gericht, dann die Personenanzahl und danach den Späti seines Vertrauens aus. [ Für die nicht Berliner unter uns: Ein Späti ist ein speziell in Berlin weit verbreiteter Kiosk, der meist 24 h auf hat und fast an jeder Ecke zu finden ist. ] Und schon hat man sich den Weg über diverse Kochportale und Supermärkte gespart und muss jetzt nur noch seine Kochtasche aus dem gewählten Späti nebenan abholen. Ganz ohne Planung oder Abo.
Das bedeutet also, dass man - so lange der Späti offen hat (also fast immer) und so lange noch Kochtaschen da sind - sich auch Nachts um 23 Uhr entscheiden kann, ein Dinner für seine Freunde zu kochen. Oder denkt nur an die Feiertage, an die man erst erinnert wird, wenn man vor der verschlossenen Supermarkttür steht. Oder an spontanen Besuch oder.....[tbc].

Kühlschrank auf - Tüte raus und ab geht's an den Herd.

Unser Einkauf hat deutliche Spuren hinterlassen...
Mit einem Code lässt sich der Kühlschrank vor Ort öffnen und ein lautes 'Guten Appetit' wünscht einem der Kühlschrank beim Schließen auch gleich noch. Eine echt witzige Angelegenheit, sage ich euch. Auch für alle anderen Kunden im Späti :-)


Voll gepackt mit tollen Sachen geht's dann nach Hause und schon steht dem gemütlichen und vorallem entspannten Dinner nichts mehr entgegen.


Wir haben, da nicht alle Vegetarier sind, gleich 2 Gerichte ausprobiert und waren alle sehr begeistert.
Die Produkte waren alle super frisch, die Rezepte leicht verständlich und nichts hat gefehlt. Auch die Portionsgrößen waren mehr als ausreichend.

Das war der Inhalt einer Tüte für das vegetarische Gericht.
Mit durchschnittlich 6-8 Euro (derzeit) pro Person, finde ich den Service auch sehr fair. Klar kocht man es am Ende selbst, aber viel billiger wären die Zutaten im Supermarkt auch nicht. Und wenn ich mir dann den Weg dorthin sparen kann - kein Gedrängel, kein Suchen, keine Anstehen - perfekt. Einfach raus, Kochtasche rein und ran an den Herd.

Natürlich bedeutet diese Art des Kochens auch mehr Müll, was mich persönlich immer etwas stört. HOME EAT HOME bevorzugt außerdem regionale Produkte  - bio Produkte wären mir persönlich allerdings noch lieber, aber die Breite Masse sieht das bestimmt etwas anders (ist ja eine ewige Diskussion, um die es hier jetzt auch gar nicht gehen soll). Aber diese Art des Kochens soll ja auch keine Dauerlösung sein und so finde ich das verschmerzbar ;-).

Mein Liebster ist sogar so fasziniert, dass er fast täglich vorschlägt, eine Kochtasche auf dem Heimweg mitzubringen. Das liegt zum einen an der benutzerfreundlichen App (bzw. Anwendung der Seite) und auch an dem reibungslosen Ablauf des Einkaufs.

Fazit: Sehr zu empfehlen und wir werden definitiv zu Wiederholungstätern!
Vielen Dank an HOME EAT HOME, dass wir dieses Vergnügen testen durften und somit alle einen wunderbaren Abend hatten (den Absacker danach in diversen Locations und den Kater am nächsten Tag, blende ich dabei jetzt einmal aus...).


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