25hours [ Hotel ] Hamburg


Ab und an erwische ich mich, wie ich mir wünsche Hotel- oder Restauranttester zu sein. Meistens dann wenn ich einen Ort besonders schön oder eben besonders schlecht finde. Die, die sich nämlich total bemühen sollten meiner Meinung nach belohnt werden und zwar mit positiver Kritik. Die anderen sollen schwarz auf weiß lesen können, was sie denn bitte schleunigst verbessern sollten. Wenn sie denn wollen.

Vergangene Woche bin ich diesem Träumchen ein wenig näher gekommen. Denn mit meiner Bloggerkollegin Sarah (eat blog love) zusammen durfte ich im gerade frisch eröffneten 25hours Hotel 'Altes Hafenamt' einchecken und zwei Tage (Also fast genau 25 Stunden, ohne An- und Abfahrt - Zufall?!) lang die Hamburger Seeluft genießen. Eigentlich war ich auch schon vorab ein totaler Fan der Hotelkette, denn den Berliner Standort am Bikini Berlin durfte ich auch schon einige Male bewundern. (Aber in der eigenen Stadt schläfste ja mal nicht eben in einem Hotel....)

Auch wenn es eine HotelKETTE ist, werdet ihr jedes Hotel in einem anderen Design finden - abgestimmt auf den jeweiligen Ort. Kein Hotel gleicht also dem anderen und jedes erzählt eine andere Geschichte. In Hamburg wurde das Design an die Geschichte des Hauses angelehnt und so erinnert das alte Hafenamt immer noch an die Seefahrt und längst vergangene Zeiten.


Zwischen Speicherstadt und Überseeallee findet man gleich zwei 25hours Hotels - das größere namens 'Hafencity' und das kleinere Hotel 'Altes Hafenamt'. 


Wir hatten das große Glück in einer XL Stube übernachten zu dürfen, welche praktischer Weise gleich mit einem Fahrrad ausgestattet ist - das wir uns auch gleich am nächsten Tag geschnappt haben um damit die Stadt zu erkunden. Generell hat jeder Gast die Möglichkeit ein Rad oder sogar einen Mini kostenfrei auszuleihen (first come, first serve).


Das Designhotel trägt seinen Namen zurecht. Alte Türen als Betthaupt, Emaille-Eimer als Papierkorb, Drehscheiben-Telefon oder Tische aus Stahlketten sind dabei nur einige der ungewöhnlichen, aber sehr stylischen Einrichtung. Mir haben besonders die 'alten' Drehlichtschalter gefallen und die Kupferrohre, die die Kabel clever 'verstecken'.  Alte Eisenrohre bilden eine Regalwand mit Schreibtisch und ein leuchtender Globus sorgt für die richtige Stimmung (und blieb auch per Nacht bei mir an).

Für den ersten Kaffee am Morgen, steht eine Kapsel-Maschine bereit und auch die Teetrinker kommen Dank feinstem Tee, Teekanne und Wasserkocher nicht zu kurz.


Wie in Berlin, gibt es im Hamburger Hotel auch ein Restaurant namens Neni. Nicht weniger beliebt und eine Reservierung empfiehlt sich auch hier. Morgens haben wir dort unser Frühstück verspeist und die orientalische Atmosphere zwischen Kelim Teppichen und rustikalen Holzstühlen genossen. 

Im Eingangsbereich hängt die wohl größte Macramee-Blumenampel, die ich je gesehen habe. Jedes Mal musste ich kurz inne halten und es für eine Weile bestaunen. Auf dem Bild kommt es natürlich nur halb so imposant rüber...
Und schlängelt man sich dann etwas weiter durch das Hotel - quasi auf dem weg zum Zimmer - landet man in der Boilerman Bar ( Monkey Bar in Berlin). Und was soll ich sagen, dass Seefahrtsthema ist auch hier wunderbar stylisch und gemütlich umgesetzt. Die Wallart (der Hafenmeister) schreit förmlich AHOI und bekommt man keinen der gemütlichen Ledersessel ab, ist es nicht weniger einladend an der Bar oder an den umliegenden Stehtischen.




Selbst die Toiletten waren mir ein Bild wert - so schön, oder?!

Die Zimmerpreise starten bei etwa 150 Euro und auch wenn das natürlich kein Schnäppchen ist, kann ich es euch nur wärmstens empfehlen. Fast hätte ich mir gewünscht, dass es regnen würde, nur um ein wenig länger im Zimmer zu verweilen.

Ich habe bislang kein vergleichbares Hotel gesehen und bin überzeugt vom Design und der Philosophie der Hotelkette. Genau mein Ding! Und was meint ihr? 

Altes Hafenamt Hamburg
Osakaallee 12
20457 Hamburg


Großen Dank geht an das 25hours Hotel, die uns diesen schönen Aufenthalt ermöglicht haben!  

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