Ein Schrank für hässliche Dinge [ DIY ]



Jetzt fängt die schon wieder ihren Post mit Alkohol an. Eigentlich will ich euch nur unbewußt beeinflussen. Damit ihr nach dem Lesen noch auf den Beitrag davor klickt und euch denkt, stimmt ich sollte mehr Gin trinken (Die, die den letzten Beitrag nicht gelesen haben und nicht wissen worum es geht, klicken jetzt bitte hier!)
Am Ende flattern bei mir noch Beschwerden ein. Die Claudi hält einen ständig zum Trinken an. Na wenn's denn hilft?! Aber hey, es ist FREITAG und wer MONTAG noch nicht angestoßen hat, der kann das jetzt einfach mal noch ganz schnell nachholen. 

Viel wichtiger ist allerdings die Frage, wo denn dieser feine Print angepinnt ist. Nö, wir haben jetzt nicht neuerdings eine Sperrholzwand statt Raufasertapete. Aber wir haben nun endlich unseren selbst gezimmerten Schrank fertig. Gezimmert ist wohl nicht ganz das richtige Wort, aber selbst gebaut ist er auf alle Fälle. 

In meinem Kopf war alles ganz einfach und schnell erledigt, aber fragt nicht, wie oft wir pausiert haben oder in den Baumarkt gefahren sind. Am Ende ist man dafür dann aber stolz wie Oskar. 
Warum bauen wir uns überhaupt einen Schrank? Weil es einfach keinen passenden zu kaufen gab. Deswegen. 

So sehr ich unsere Wohnung mag, so sehr hasse ich es auch, dass wir keinen vernünftigen Ort haben, wo wir hässliche Dinge aufbewahren können. Als hässlich empfinde ich nämlich Dinge wie, Staubsauger, Bügelbrett oder jegliche Putzartikel. Also war meine erste Überlegung, diese Dinge einfach schön zu machen. Bau ich mir einfach einen hübschen und gleichzeitig dekorativen Wäscheständer oder ein total stylisches Bügelbrett. Weit bin ich damit allerdings nicht gekommen (kann sich dem aber bitte mal jemand annehmen???!!). Also blieb nur noch ein Schrank. Da die einzige sinnvolle Ecke so doofe Maße hatte, mussten wir selber ran. Der Schrank sollte nämlich nur so hoch wie die Tür sein (2,20m) und durfte nicht breiter als 86cm sein.  Klar hätten wir kleinere Schränke kaufen können, aber wer verschenkt schon gerne (Platz) was.





Und nun haben wir unsere schmerzlich vermisste Abstellkammer und die macht dazu noch eine recht gute Figur. Geld gespart haben wir außerdem noch. Denn wir haben fast nur 'echtes Holz' verwendet und dafür gerade mal 150 Euro ausgegeben. Und dafür musste sich keiner den Rücken in weit entfernten Ländern krumm machen, außer wir selbst (bzw. mein Freund, denn ich bin meist nur für die Planung und Kontrolle zuständig. Das kann ich gut, Mutter sei Dank.)

Da unsere Wände schief und krumm sind, hat es sich allerdings ewig hingezogen und wir haben bestimmt vier Anläufe gebraucht, ehe wir es vollendet hatten. Die Nerven erwähne ich an dieser Stelle einfach mal gar nicht erst. 

Ohne ins Detail zu gehen, sah unsere Arbeit ungefähr so aus:

Schritt 1: Planung, Aufzeichnen, Abmessen 
Schritt 2: Holzlatten in den gewünschten Maßen im Baumarkt zuschneiden lassen, anschrauben
Schritt 3: 'Dach' + Seitenteil abmessen und zuschneiden lassen, anschrauben
Schritt 4: erneut messen (wegen der schiefen Wände) + Regalböden im Baumarkt zuschneiden lassen
Schritt 5: Regalböden einpassen (Ecken aussägen) und mit Winkeln anschrauben 
Schritt 6: 4 Schaniere kaufen, 'Tür' abmessen und im Baumarkt zusägen lassen, anbringen, FERTIG!

Das ganze gibt's hier auch noch einmal festgehalten auf schlechten Handybildern. 


Aber was soll ich sagen?! ES HAT SICH GELOHNT. Und ich würde es wieder tun. Ihr habt unsere Ecke nämlich nicht davor gesehen. Chaos pur. So schlimm, dass ich diesen Anblick hier keinen zumuten mag. Zusätzlich haben wir allerdings auch noch einmal richtig ausgemistet.

Jetzt sind alle hässlichen Dinge hübsch verpackt und das Wohnzimmer ist endlich fertig. Eine Ecke fehlt allerdings noch - eine kleine Sneak Peak gab's ja schon auf Facebook, aber auch die stelle ich euch natürlich noch einmal genauer vor!



Und so sieht es von innen aus. Alles gut verstaut.
Werkzeug.
Putzzeug.
Bügelzeug.
Fotozeug.



Immer noch hässlich, aber ich wiederhole mich gerne noch einmal. Kann das jemand mal schöner designen?! Dazu muss man allerdings auch sagen, dass fast alle hässlichen Dinge von meinem Freund gekauft wurden. Männer.

Also ihr Lieben es ist Freitag. Wochenende.

In diesem Sinne: D RI N K MORE G I N!
(Jetzt solltet ihr nun aber endgültig konditioniert sein :-)

Kommentare

  1. ooooh das ist ja toll geworden. ich wünschte, wir wären handwerklich auch so geschickt. Tolle Idee, tolle Umsetzung. :)

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  2. Jaaa...weg mit den hässlichen Dingen, wenn man sie schon nicht wegwerfen kann 🙂
    Ganz herzliche Grüße und eine sonnige Woche, Helga (Follower,neu,w)

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  3. Tolle Idee und der Schrank passt wunderbar in die Ecke. Ich habe unser Putzzeug in einem umgebauten Kleiderschrank im Flur. Habe da ein bißchen an der Innenaufteilung gebastelt und es passt ne Menge rein. Muss ich beizeiten mal posten.
    Finde es toll, dass du noch die Bohrmaschine und anderes Werkzeug unterbringen kannst. Toll gemacht!

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